Archiv für April 2010

Frankfurt: Proteste vor und in der Hauptversammlung von Deutscher Post DHL

Ab 9.00 Uhr bis in den Mittag war der Vorplatz der Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst Schauplatz eines antimilitaristischen Empfangs. Durch ein Spalier von mit Rüstungsgütern bestückten Paketen und Transparenten wurde den Aktionär/innen der Deutsche Post AG die Möglichkeit gegeben auf den Rückzug aus dem Geschäft mit dem Krieg anzustoßen – und sich zu wappnen für die entsprechenden Anträge, die während der Hauptversammlung von den Kritischen Aktionär/innen vorgetragen würden, einzustimmen.
Was also draußen fast mehr vom Protest gegen die Sparte Militärlogistik der DHL als von der Post selbst zu sehen, gelang es auch drinnen dem Protest eine lautstarke Stimme zu geben. Mit Transparenten und Rufen wurde Post-Chef Appel mehrfach unterbrochen. Gefordert wurde das Ende des Geschäfts mit dem Krieg. Die Saalwache musste sich dieser unliebsamen Aktionär/innen durch Entfernen aus dem Saal entledigen.

Bericht mit Fotos und Pressespiegel:
http://www.linksnavigator.de/sekt-und-selters-bei-dhl

Bericht, Presseerklärung der kritischen Aktionäre und Fotos:
http://de.indymedia.org/2010/04/279321.shtml

Presseinfo vom 27. April 2010:
http://www.linksnavigator.de/node/1953

Brandenburg: DHL-Fahrzeuge – Reifen platt

Bei der Deutschen Presse Agentur und in mehreren Zeitungsredaktionen landete ein Bekennerschreiben, das unterzeichnet wurde von der „Autonomen Vereinigung Reifen platt“. Sie stellt im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Autos mehrere Forderungen an die Deutsche Post, die diese auf ihrer Jahreshauptversammlung am 28. April in Frankfurt am Main erfüllen solle, berichtet die Märkische Allgemeine.

Bericht mit Fotos: http://de.indymedia.org/2010/04/279030.shtml

Die verschickte Erklärung gibt es bei direct action zu lesen.

Drensteinfurt: Anschlag auf DHL-Fahrzeuge

500.000 Euro Sachschaden. 12 Postfahrzeuge sind in der Nacht zum Montag, 19.04.2010 in Drensteinfurt ausgebrannt.

Folgender Text stammt von de.indymedia.org

In einem dreiseitigen Brief, der an Zeitungsredaktionen und an Beschäftigte der Deutschen Post DHL verschickt wurde, gehen die Antimilitaristen auf ihre Motivation ein. Der Brief ist unterzeichnet von „Friedfertigen PhilatelistInnnen und antimilitaristischen AktivistInnen“. Die Gruppe ist den Ermittlern nicht bekannt. Sie beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit dem Engagement der Bundeswehr in Auslandsmissionen und der Rolle privater Unternehmen bei der militärischen Logistik.

Am Sonntag waren in Drensteinfurt auf einem Firmengelände zwölf Transportfahrzeuge der Post-Logistiktochter DHL in Flammen aufgegangen. DHL wickelt den Transport von Kriegsgerät nach Afghanistan für die Bundeswehr logistisch ab. In der Vergangenheit hatte es wiederholt Anschläge auf DHL-Fahrzeuge gegeben, etwa in Hamburg, Berlin. Im August hatten sich Linksextremisten zu einem Brandanschlag auf zwölf DHL- und Post-Fahrzeuge in Lüneburg bekannt.