Exklusive Ansprechstellen

In dem Artikel „Exklusive Ansprechstellen“ schreibt german-foreign-policy.com am 5.11. über eine gerade zu Ende gehende Logistiktagung der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), die die Anbindung von Privatunternehmen an die Repressionsapparate vorantreibe. Vertreten war auch die Deutsche Post. Nachfolgend ein Ausschnitt aus dem Text.

Zum vollständigen Artikel: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57383?PHPSESSID=j33h3atbr9prh9enaqlmgvuue1

Militärlogistik
Neben Behördenmitarbeitern nehmen an der BAKS-Tagung vor allem Funktionäre großer Logistikkonzerne teil, darunter Vertreter der Deutschen Post, der Lufthansa Cargo und von Railion, einer Tochter der Deutschen Bahn. Die Deutsche Post hat ihren „Konzernrepräsentanten Military Affairs Bundeswehr/NATO“ entsandt, der die breit gefächerte Zusammenarbeit des früheren Staatsunternehmens mit der deutschen Armee koordiniert (german-foreign-policy.com berichtete). Seine Anwesenheit bei der Tagung ist sachlich begründet: Die global tätigen Logistikkonzerne verlassen sich bei der Sicherung ihrer Transportrouten in immer größerem Umfang auf die Bundeswehr – nicht nur Reedereien, deren Schiffe von Piraten bedroht werden, sondern auch die Deutsche Post und ihre Tochter DHL, die etwa Afghanistan beliefern. Lufthansa und Deutsche Bahn sind der Bundeswehr ebenfalls eng verbunden. Die Lufthansa bildet seit 1963 an ihrer Verkehrsfliegerschule in Bremen und Phoenix (Arizona/USA) Transportflieger der Bundeswehr aus, auch ihre Techniksparte kooperiert mit den Streitkräften. Die Deutsche Bahn-Tochter Schenker hat vor rund zwei Jahren wegen der immer enger werdenden Zusammenarbeit mit der deutschen Armee eine eigene Zentralabteilung für die Militärlogistik etabliert.

[…] Letztes Jahr hat sich der „Konzernrepräsentant Military Affairs Bundeswehr/NATO“ der Deutschen Post World Net geäußert. „Mögen die Gründe für eine effiziente Sicherheitsvorsorge in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft unterschiedlichen Ursprungs sein“, schrieb er über das rapide Wachstum des repressiv-militärischen Komplexes, „so verfolgen doch alle das gleiche Ziel“: „die Verwundbarkeit durch globale Bedrohungen zu verhindern und unabwendbare Schäden kontrolliert zu minimieren.“ Dies könne nur „gemeinsam und in enger Abstimmung der Sicherheitsakteure effizient geleistet werden“.